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Freeletics

Wenn der Arbeitsweg 12km Pedelec-Fahren beinhaltet und man in den letzten 5 Jahren jedes Mal den Hermannslauf geschafft hat, muss man sich nicht unbedingt unsportlich vorkommen. Trotzdem wollte ich mir schon seit langem die Zeit nehmen, einen weiteren Sport in meinen Alltag mit aufzunehmen, weil mir Sport schon immer Freude gemacht hat. Knappe anderthalb Jahre bin ich mit Arbeitskollegen in der Mittagspause regelmäßig in ein Fitnessstudio gefahren, aber dies hatte sich irgendwann verlaufen und alleine konnte ich mich nicht mehr dazu aufraffen. Daher habe ich einen Sport wiederentdeckt, der mir schon vor einem Jahr mal im Netz begegnet war: Freeletics

Was ist Freeletics?
Freeletics ist ein Trainingsprogramm, das ausschließlich mit dem eigenen Körper als Gewicht arbeitet, es benötigt daher nahezu keine Gerätschaften. Entwickelt wurde das Programm von einem Müncherner Unternehmen gleichen Namens. Neben der Webseite gibt es Apps für iOS und Android, mit denen das Training vorgegeben und erfasst wird. Die Registrierung und damit der Zugang zu den Übungen und Workouts ist kostenlos, daneben lassen sich Coaches für Trainingsprogramme und Ernährung kaufen.

freeletics

Einen solchen Coach habe ich mir gegönnt und werde nun 15 Wochen lang durch ein Programm geführt. Ich habe mich dabei für das Kraft-Programm entschieden, ebenso hätte ich mich für Cardio oder eine Kombination aus beiden Teilen entscheiden können. Da aber sowohl Cardio als auch Kraft/Cardio vor allem das Ziel der Gewichtsabnahme und der Körperformung verfolgen, fand ich mit meinen 66kg bei 186cm Körpergröße bei Kraft gut aufgehoben.

Aller Anfang ist schwer
Zu Beginn habe ich von „meinem Coach“ einen Fitnesstest vorgegeben bekommen um meinen Leistungstand zu ermitteln. Die einzelnen Übungen werden in Videos mit echten Menschen vorgeführt, Einblendungen und Zeitlupen beleuchten die wichtigen Punkte des Trainings. Innerhalb des Fitnesstest wurde jede Übung mit einer Zeitvorgabe belegt, anschließend sollte ich meine erreichte Leistung eingeben sowie die Anzahl an Trainingstagen für die erste Woche. Daraufhin erhielt ich meine Workouts.

Die Workouts sind allesamt nach griechischen Göttern benannt (sowei ich das beurteilen kann) und beinhalten mehrere Übungen nebst einer Vorgabe an Wiederholungen. Das Ziel ist es, diese Wiederholungen in möglichst kurzer Zeit durchzuführen. Am Ende des Workouts wird die Gesamtzeit protokolliert und man erhält Punkte. Während mein erstes Workout Hyperion noch relativ einfach war und in einer knappen Viertelstunde hinter mir lag, forderte mich das Workput am zweiten Trainingstag deutlich mehr heraus. Nach 48 Minuten hatte ich Aphrodite hinter mich gebracht und jede Übung 150 mal wiederholt. Teilweise wurde mir meine Leistungsgrenze mehr als deutlich und ich musste Übungen in einer vereinfachten Variante weiterführen, die das Programm für jede Übung bereithält. Schweißgebadet aber glücklich konnte ich meine erste Woche beenden.

Gemeinsam leiden
Die erhalten Punkte werden dem Freeletics-Profil gutgeschrieben und führen mit der Zeit dazu, neue Level zu erreichen. Ob dies nur dazu dient, dass man die Erfahrung der anderen Freeletics-Sportler einschätzen kann oder mit neuen Leveln neue Übungen freigeschaltet werden, weiß ich nicht.
Freeletics verfügt aber über ein Community-Feature. Ähnlich wie bei Twitter kann man anderen Mitgliedern folgen und erhält darauf hin in seinem Feed Informationen, wann diese Mitglieder Workouts in welcher Zeit absolviert haben. Die Übungen kann man dann mit einem ClapClap quasi „liken“ (wie bei Facebook). Ich folge dort aktuell nur meinem Freund und hoffe, dass wir uns darüber unter der Woche motivieren können, Freeletics zu machen.

Muskelkater … und weiter
Freeletics empfiehlt vor jedem Workout Aufwärm-Übungen sowie ein Stretching nach dem Workout. Trotzdem konnte mein Körper mir nicht vorenthalten, dass ich ihn anders als sonst gefordert hatte und bestrafte mich mit kräftigem Muskelkater, vor allen in den Schultern und den Oberschenkeln. Mit dem Wechsel zur zweiten Woche bietet mir das Programm an, meinen Fokus von Kraft auf einen der anderen Bereiche zu verlagern, einzelne Körpergruppen nicht trainieren zu können und zurück zu melden, ob das Training zu schwer, zu leicht oder „Hart, aber ok“ gewesen ist.

Meine erste Woche war „Hart, aber okay“, ich bin gespannt wie die nächsten 14 Wochen ablaufen.

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