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Über Geldspenden

Anfang des Monats habe ich vom Finanzamt meine Einkommensteuererstattung bekommen. Das ist die letzten Jahre immer ein netter vierstelliger Betrag gewesen, der sich vor allem aus der Pendlerpauschale, der absetzbaren Haushaltshilfe und meiner Geldspenden zusammen setzt. Etwa 5% meines (Netto-)Jahreseinkommens habe ich 2013 für Geldspenden ausgegeben und als Sonderausgabe bei der Steuererklärung angegeben, Damit liege ich zumindest laut eines Spendenrechners von Spiegel Online ziemlich weit über dem, was Altergenossen mit ähnlichem Einkommen verspenden. Das ich schade finde, ich habe nicht den Eindruck, dass ich wegen 5% irgendwo anders merklich kürzer treten muss.

Wem ich spende
Meine älteste regelmäßige Spende geht an die Kindernothilfe, seit 2006 bekommen sie Geld von mir für eine Kinderpatenschaft. Das fiel damit zusammen, dass ich zu dem Zeitpunkt für mich beschlossen hatte, dass ich keine Kinder in diese Welt setzen werde. Über die Spende wollte ich dann aber doch zumindest einem Kind auf dieser Welt finanziell unter die Arme greifen. Mittlerweile ist „mein“ Patenkind Twedro übrigens groß und mein Spendengeld geht an ein Projekt für HIV infizierte Frauen in Ruanda.

Mit meinem Eintritt in die Partei Bündnis 90 / Die Grünen kamen dann weitere „Spenden“ hinzu, so kann ich meine Mitgliedsbeiträge von der Steuer absetzen. Gleiches gilt dann auch für meine Mitgliedschaft im Verkehrsclub Deutschland, dem ich beigetreten bin, seit ich mein Auto losgeworden bin.

An meinem 30. Geburtstag habe ich unter meinen Gästen eine kleine Spendensammlung gemacht, indem ich vorweg offen legte, dass ich alle Geldgeschenke über einem gewissen Betrag an vier verschiedene Organisationen verteilen mag. Dies waren neben dem VCD der Lesben- und Schwulenverband Deutschland, Greenpeace und Oxfam. Nach meinem Geburtstag habe ich dann das „Taschengeld“, welches ich auch mit Ü30 von meiner Oma immer noch monatlich überwiesen bekam unter Kindernothilfe, LSVD, Oxfam und Greenpeace aufgeteilt. Nach dem Tod meiner Oma vergangenes Jahr habe ich die Spenden nicht eingestellt und so laufen sie weiter.

Daneben habe ich 2013 noch kleinere Beträge an das Tierheim in Bielefeld und an den Freibadverein Gadderbaum zur Rettung des Freibades gespendet.

Warum ich spende
Ich sehe Spenden als schöne Möglichkeit, direkt die Bereiche zu unterstützen, die mir wichtig sind. Hier deckt die Kindernothilfe für mich den Bereich Kinder und Frauen ab, Oxfam die „allgemeine“ Dritte-Welt-Hilfe, Greepeace den Umwelt- und Naturschutz und der LSVD den Einsatz für die Rechte von LSBTTi. Demnächst möchte ich meine Finanzen nochmal auf Potential durchforsten, mehr für den VCD zu entbehren als die reine Mitgliedschaft und z.B. mit digitalcourage auch Netzpolitik und Datenschutz weiter zu fördern.

Tue Gutes und sprich darüber
Ich möchte mich jetzt aber nicht als spendabler Gutmensch hier hinstellen. Wie eingangs erwähnt empfinde ich es nicht als Verzicht, Geld zu verspenden sondern als wunderbare Möglichkeit, die Entwicklung unserer Gesellschaft in kleinem Maße mit zu beeinflussen. Mit dieser Erfahrung im Rücken sehe ich es für mich mittlerweile als Pflicht an, von meinem Glück ein gutes Einkommen zu haben auch etwas abseits von Steuern und Gebühren abzugeben.
Vielleicht kann dieser Blogpost ja dem ein oder anderen Leser ebenfalls dazu verleiten, ein paar Euro (mehr?) regelmäßig an eine ihm nahestehende Organisation zu spenden, aus der Mitarbeit bei den Grünen weiß ich zu gut, dass diese planbaren Einnahmen für die Arbeit der Organisationen sehr viel hilfreicher sind, als unplanbare Einnahmen wie traditionell zur Weihnachtszeit. Eventuell sind ja meine 5% eine spannende Rechenübung für Euch, wenn ihr mal schaut, was für Spendenmöglichkeiten das für Euch ermöglicht.

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